Das Strohhalm-Debakel: Lösungen – keine Alternativen đŸ’Ș

Letztens las ich in einem Onlineartikel einer großen Zeitung sehr viel Groll ĂŒber die Abschaffung der Plastiktrinkhalme.

Das hat nun ein paar Tage in mir gearbeitet und nun möchte ich dazu meinen Senf geben.

Wir alle wissen, warum die Plastikstrohhalme, hoffentlich als erster Akt von vielen, abgeschafft wurden

Sie waren ein Bestandteil der Einweg-MĂŒlleritis an der unsere Umwelt, samt der darin lebenden Tiere, durch unsere Faulheit bleibend erkrankt ist. Das Maß der ganzen MĂŒllausmaßes ist schon lange voll und musst endlich eingedĂ€mmt werden!

Außerdem steht Plastik seit 3 Jahrzehnten in einem immer mehr erhĂ€rtenden Verdacht, östrogenartige Stoffe, fatal fĂŒr den Körper, an die Nahrung abzugeben. Wer möchte das bitte? Es gibt da einen herrlichen Beitrag in der ZDF- bzw. arte-Mediathek drĂŒber, kleiner Tipp am Rande ohne Werbegedanken, der war echt gut.

Wollen wir mal ganz ehrlich sein: Wirklich wichtig waren sie – Hand auf’s Herz – im Alltag noch nie. Körperliche EinschrĂ€nkungen nehme ich da natĂŒrlich raus, ist klar.

Es ist einfach manchmal schön, wieder an was zu saugen – ob nun bunte Drinks, Eistee oder Latte Macchiato fließen.

Und dann lese ich, dass es keine richtigen Alternativen gibt.

Ich wĂŒrde die derzeitigen Trinkhalme nicht als Alternativen bezeichnen sondern als Lösungen.

Lösungen die gut funktionieren. Meinen bescheidenen Erfahrungen nach. Dass sĂ€mtlicher Stand des Wissens und der Technik indiskutabel zumeist keine FĂŒr-Immer-Lösung sind, sollte allen klar sein. Erst erwischt es den Steinwerkzeug-Behauer, dann die Koks-haltige Cola und nun halt den Plastiktrinkhalm.

Welche Erfahrungen hast du gemacht? Du kannst sie gerne etwas in die Kommentare unter diesem Text schreiben.

Meine Papiertrinkhalmen wurden bislang bei relaxter Dauer (30 – 45 Minuten ca.) niemals schlaff.

Maccaroni habe ich noch nie dafĂŒr genutzt aber die Idee finde ich gut. Leider ist mir noch kein Hersteller bekannt, der Maccaroni, die zu meinen Lieblingsnudeln zĂ€hlen, plastikfrei verpackt, daher gab es die sehr lange nicht mehr. Tipps gerne hier.

Deswegen haben sich die neuen Lösungen ĂŒbrigens zuvor nicht durchgesetzt.

Und zwar wegen zwei höchst menschlichen Eigenschaften:

Der Geiz und die Faulheit. Alles ist teurer als Plastik und Wiederverwendbare mĂŒssen – oh Schande! – gesĂ€ubert werden!

Und nicht nur das – es gibt ja auch einen krassen Grund, wiederverwendbare Trinkhalme zu verschmĂ€hen:

Sie sind mordsgefĂ€hrlich! Es ist tatsĂ€chlich passiert: Ein Mensch ist unglĂŒcklich auf einen Trinkbecher mit Deckel und Metallhalm gestĂŒrzt und nicht mehr unter den Lebenden. Durch den Deckel konnte der Halm nirgendwo anders hin und blieb stehen. Warum bekommt dieser also bitte die alleinige Schuld? Manchmal ist es einfach tragisches UnglĂŒck. Supertraurig und jeder Tod ist zu bedauern aber kein Grund zur Panik.

Es gibt immer wieder Tote durch GegenstÀnde des Alltags.

Taschenlampen zum Beispiel.
Taschenlampen, welche sich unsachgemĂ€ĂŸ in den MĂŒndern von Menschen befinden, die tragischerweise damit gestĂŒrzt sind.

In unserem Haushalt wissen alle menschlichen Wesen, wie ein Metalltrinkhalm zu nutzen ist und warum es eine blöde Idee ist, damit rumzuhampeln.

Und nun kĂŒmmern wir uns um die nĂ€chsten MĂŒllbaustellen und schwadronieren nicht ĂŒber nostalgisch angehauchte, ĂŒberholte Dinge!

Trink mit oder ohne Halm und dann krempel‘ die

Ärmel hoch – es gibt viel zu tun! đŸ’Ș

Denk‘ aber dran, dir zwischendurch mal ein kleines, gesundes PĂ€uschen zu gönnen.

Eure NachhaltigkeitsvisionÀrin

Janina Bischoff